Jugendfeuerwehr
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Freitag, 13.10.2017

Traditionelle Jahresübung mit dem 4. Zug der Feuerwehr Hameln
Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und ein Gefahrgutunfall mussten abgearbeitet werden

Von Niklas Thies

Wie jedes Jahr stand auch an Freitag, den 13.Oktober 2017, die schon traditionelle Übung der Ortsfeuerwehr Afferde mit dem 4. Zug der Schwerpunktfeuerwehr Hameln an. Dabei wechseln sich jährlich die beiden Einheiten mit der Ausarbeitung eines Übungsszenarios ab. Dieses Jahr war die Ortswehr Afferde wieder mit der Ausarbeitung der Übung dran. Dazu hatte sich der Sicherheitsbeauftrage Niklas Thies und Gruppenführer Frank Thies eine besondere und nicht alltägliche Lage ausgedacht, die gleich zwei Einsatzschwerpunkte hatte.

Gegen 19.30 Uhr wurde das LF 8/6 Afferde mit dem Übungsstichwort „VU eingeklemmte Person, Pkw auf Seite, Anrufer wartet vor Ort“, in das Lange Feld nach Afferde gerufen. Angenommen wurde, dass ein PKW durch überhöhte Geschwindigkeit in einer lang gezogenen Rechtskurve in den Gegenverkehr geraten war. Ein entgegenkommender Klein-Lkw musste eine Vollbremsung machen, um nicht mit dem Fahrzeug zu kollidieren. Der Pkw-Fahrer konnten dem Kleinlaster zwar noch ausweichen, verlor dabei aber die Kontrolle über seinen Wagen, schleuderte ein paar Meter über die Straße, bis er sich überschlug und etwa 50 Meter weiter auf der Seite liegen blieb. Ein Spaziergänger wurde Augenzeuge des Unfalls und „wählte den Notruf“. Später sollte sich herausstellen, dass der Fußgänger (dargestellt durch eine Puppe) von einem Trümmerteil getroffen worden war und beim Versuch den Einsatzkräften entgegen zu gehen, bewusstlos rund 100 Meter vor der Einsatzstelle im Gras zusammen sackte.

Nachdem die Ortswehr Afferde mit dem LF 8/6 an der Einsatzstelle eintraf, verschaffte sich Gruppenführer Christian Sigston einen ersten Überblick. Zunächst stieß er auf den auf der Seite liegende Pkw, in dem eine Frau und ihr Kind (gespielt durch eine Kameradin der FF Hämelschenburg und einer Übungspuppe) eingeklemmt waren. Sofort forderte der Gruppenführer weitere Einheiten mit den Rüstzug der Feuerwehr Hameln, besetzt durch Kräfte des 4. Zuges, über unsere fiktive Übungsleitstelle (besetzt von Maximilian Franke) an. Im Laufe der weiteren Erkundung fiel die Aufmerksamkeit dann auf dem Klein-Lkw, welcher mit laufenden Motor und eingeschaltetem Licht in gewisser Entfernung vor dem Pkw stand. Nachdem der Gruppenführer eine orange Warntafel und austretende Flüssigkeit aus dem Klein-Lkw festgestellt hatte, fand die „GAMS“-Regel (Gefahr erkennen - Absperren - Menschenleben retten - Spezialkräfte anfordern) ihre Anwendung. Während sich der Angriffstrupp unter Atemschutz ausrüstete, um eine grobe Erkundung durchzuführen, wurde die Straße gesperrt und die ersten Maßnahmen bei einem Gefahrgutunfall eingeleitet. Da jetzt zusätzlich zu dem Verkehrsunfall noch eine weitere Lage dazu kam, wurden durch den Ortsbrandmeister Afferde Friedrich-Wilhelm Thies, der inzwischen die Einsatzleitung übernommen hatte, zwei Einsatzabschnitte gebildet. Dabei übernahm der 4. Zug der Feuerwehr Hameln unter der Leitung von Zugführer Carsten Scholz den Einsatzabschnitt „Verkehrsunfall“. Der Einsatzabschnitt „Gefahrgutunfall“ wurde vom Gruppenführer Christian Sigston übernommen.

Im Einsatzabschnitt „verunfallter Pkw“ wurden die eingeklemmten Personen durch den Kofferraum des Fahrzeuges gerettet. Unter Einsatz von schweren technischen Gerät wurde die Rücksitzbank des Fahrzeuges zerschnitten. Somit konnten die Helfer sicher und einfacher an die Personen gelangen. Mit Hilfe eines Spineboards wurden die Personen anschließend schonend aus Ihrem PKW gerettet und an den fiktiven Rettungsdienst übergeben. Auch die Person, die am Fahrbahnrand zusammengebrochen war, war inzwischen entdeckt und dem „Rettungsdienst“ übergeben worden. Weiterhin war ein dreifacher Löschangriff an der Einsatzstelle aufgebaut worden. Nachdem der Fahrer aus dem Klein-Lkw (gespielt von einer Kameradin der FF Börry) ebenfalls gerettet und der Stoff identifiziert worden war, konnten weitere Maßnahmen besprochen werden. (Anmerkung: Im Normalfall wäre jetzt für die normalen Einsatzkräfte der Einsatz beendet gewesen und Spezialeinheiten, wie das Team Gefahrgut der Feuerwehr Hameln, der Gefahrgutzug und ABC-Zug der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont, hätten diesen Einsatzabschnitt übernommen. Die Übungslage wurden hier aber durch die Kräfte vor Ort weiter abgearbeitet) Bei dem Gefahrgut sollte es sich um Phosphor handeln, dass in Wasser gelagert wurde, da es ansonsten über einen sehr niedrigen Zündpunkt verfügt. Dieses Wasser lief nun aus. Die Aufgabe der eingesetzten Trupps bestand nun darin, den Klein-Lkw leerzuräumen, um an das Behältnis hinten auf der Ladefläche zu gelangen. Dabei musste übungsbedingt eine Gitterbox mit Holz entladen werden und ein IBC-Behälter an die Seite geräumt werden. Danach konnte die Phosphorteile (dargestellt durch Holzwürfel) in eine mit Wasser gefüllte Wanne umgelagert werden. Nachdem diese geschehen war und das Phosphor somit wieder ungefährlich gemacht worden war, wurde die Übung beendet werden.

Den Abschluss des Übungsabends bildete dann ein gemütliches Beisammensein mit Gegrilltem und Getränken im Feuerwehrhaus Afferde. Dabei ging ein Dank an die Alterskameraden Helmut Rathing und Karl-Heinz Dehmann, die sich um die Verpflegung kümmerten. Die Übungsleiter möchten sich aber auch bei den Darstellern, Helfern und besonders Frank Kalle vom Autohaus Lügde bedanken. Letzter stellte einen Schrott-Pkw kostenlos für die Übung zur Verfügung.


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