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Viel Spaß beim 24-Stunden-Dienst im Feuerwehrhaus

Zum zweiten Mal führte die Jugendfeuerwehr Afferde einen 24-Stundendienst durch, stellte dabei im Feuerwehrhaus Afferde den Alltag in einer ständig besetzten Feuerwache nach. So erschien (fast) pünktlich um 9 Uhr eine zwölfköpfige Gruppe zum Dienst, richtetet sich ein und war gespannt auf das, was sie in den nächsten 24 Stunden erwartete. Ortsbrandmeister Friedrich-Wilhelm Thies und Maik Endemann aus den Reihen der Aktiven hatten zahlreiche Einsätze aus dem ganz normalen Alltagsgeschehen der Feuerwehr vorbereitet, während Jugendfeuerwehr-Mitglied Niklas Thies aus dem Erkundungs- und Lotsenfahrzeug (ELF) heraus die Aufgabe der Einsatzleitstelle übernahm. Alle Aufgaben wurden unter der Leitung von wechselnden Gruppenführern und -führerinnen und stets begleitet von ausreichend Betreuern mit viel Eifer von den Nachwuchs-Brandschützern abgearbeitet. Die Mädchen und Jungen hatten ihre Freude an den gestellten Aufgaben und konnten zugleich Erlerntes praxisnah umsetzen. Jugendfeuerwehrwart Andreas Klemme und sein Betreuer-Team sorgten derweil nicht nur für die Sicherheit ihrer Schützlinge, sondern auch dafür, dass die gute Stimmung nicht zu kurz kam und auch die Versorgung stimmte. So gab es im Anschluss an den Einsatz mit der Jugendwehr Hastenbeck ein kleines Grillfest. 

 

Hier der Bericht vom „Berufsfeuerwehr-Alltag“ von den Jugendfeuerwehrmitgliedern Jannik Kaiser und Niklas Thies:

Am Samstagmorgen, den 5. Juni 2010, begann der 24-Stundendienst bei der Jugendfeuerwehr in Afferde, welcher am nächsten Tag um 10:00 Uhr endete.

Um 9 Uhr war Schichtbeginn auf der Feuerwache Afferde, mit anschließendem gemeinsamem Frühstück. Um 9:43 Uhr ging der erste Notruf auf der Feuerwache Afferde ein. Es hieß: „Unklare Rauchentwicklung in der Kieler Straße 33“. Die Nachbarn hatten gemeldet, dass hinter der Garage eine Rauchwolke zusehen war. Dies stellte sich nach Erkundung durch den Gruppenführer Lars Güttinger als brennende Mülltonne heraus. Das kleine Feuer konnte schnell und von unserem Angriffstrupp, der aus Laura Sigston und Antonina Sciortino bestand, mit einer Kübelspritze gelöscht werden. Um 10:25 Uhr kehrten wir zur Wache zurück.

Als wir auf der Wache eingerückt waren, überprüften wir unsere Gerätschaften. Außerdem beendeten wir unser angebrochenes Frühstück.

Um 10:57 Uhr holte uns allerdings der Gong wieder zurück in den Berufsfeuerwehralltag. Diesmal ging es zur Remte am alten Sportplatz, wo gemeldet war, dass eine Person einen Abhang hinuntergestürzt war. Es stellte sich heraus, dass eine junge Frau die rutschige Böschung zum Bach hinuntergestürzt war. Der Gruppenführer Lars Güttinger teilte seine Mannschaft ein und forderte den „Rettungsdienst“ zur Einsatzstelle nach. In der Zeit, bis der Rettungswagen eintraf, retteten und erstversorgten wir die verletzte Personen und übergaben sie später an den Rettungswagen. Um 11:45 Uhr war auch dieser Einsatz beendet.

Gegen 12:00 Uhr wurde das Mittagessen „Nudeln mit Bolognese“ in der Feuerwache in Afferde serviert, was wir alle sehr lecker fanden. Danach war Mittagsruhe bis 13 Uhr. Um 13:03 ging der nächste Notruf bei der „Leitstelle Hameln“ ein, welcher die Feuerwehr Afferde alarmierte. Es hieß: „Eine Katze war auf einem Baum in der Hannoverschen Straße am Denkmal und traute sich nicht von alleine herunter zu kommen“. Unter der Leitung von Jannik Kaiser rettete die Feuerwehr Afferde die Katze per Steckleiter vom Baum. Nachdem die Katze von dem Baum gerettet und an ihren Besitzer übergeben war, rückte die ganze Mannschaft um 13:30 Uhr wieder ein.

An der Wache angekommen, begannen wir alle gemeinsam mit der Reinigung der Fahrzeughalle.
Dieses wurde bereits um 14:29 Uhr durch einen erneuten Einsatz unterbrochen. Die Leitstelle meldete, dass Bäume am Entsorgungspark bei Hilligsfeld eine Straße blockierten. Mit Bügelsägen konnten wir diesen Einsatz schnell abarbeiten. Gruppenführer Jannik Kaiser war mit seiner Mannschaft sehr zufrieden. Um 15:05 Uhr traten wir die Rückfahrt an. An der Feuerwache in Afferde angekommen, begannen wir mit unserem Dienstsport.

Als nächstes löste die Leitstelle Hameln um 16:17 Uhr Alarm für die Feuerwehr Afferde aus. Sie meldete unter anderem, dass am Einsatzort (Firma SAM, Scheckfeldweg 9) eine starke Rauchentwicklung zusehen war. Außerdem wurde eine Person vermisst. Die Feuerwehr Afferde rückte zur Einsatzstelle aus. Nach der Erkundung bemerkte Antonina Sciortino, dass Afferde mit ihren vorhandenen Kräften das Feuer nicht bekämpfen konnte. Daher forderte die Gruppenführerin bei der „Leitstelle Hameln“ Verstärkung an, darauf löste „Leitstellendisponent“ Niklas Thies Alarm für die FF Hastenbeck aus. Daraufhin rückte die JF Hastenbeck zur Unterstützung unserer Kameraden aus. Nach Austauschen der Lage von Gruppenführerin Antonina Sciortino und Gruppenführerin Sandra Knaack (FF Hastenbeck) drang der Angriffstrupp der Feuerwehr Afferde in das Gebäude ein. Dieser bestand aus Christoph Richter, Lars Güttinger und Jannik Kaiser, welche die Person retteten. Die Mannschaften aus Hastenbeck und Afferde löschten unterdessen das Großfeuer an der Zimmerei. Um 17:15 Uhr war das Feuer gelöscht und die beiden Feuerwehren aßen an der Feuerwache in Afferde noch Gegrilltes.
 
Um 18 Uhr trat die JF Hastenbeck die Heimreise an, danach hatten wir den Abend zur freien Verfügung. Um 20:14 Uhr schickte uns der Alarm-Gong zum nächsten Einsatz. Diesmal meldete die Anruferin, Frau Mehring: „Ein Ölkanister liegt im Rückhaltebecken an einem Kanaleingang und es tritt Öl aus“. Dies war eine brenzlige Situation für die Umwelt. Mit der Schuttmulde, Besen und „JF-Ölbindemittel“ bekämpfen unsere Männer und Frauen den Einsatz. Um 20:45 Uhr konnten wir den Einsatz beenden und in die Wache zurückkehren. An der Wache angekommen haben wir unseren Abend frei gestaltet.

Um 21:47 holte uns die Leitstelle Hameln zum nächsten Einsatz raus. Diesmal hieß es: „Ein Pkw ist am Langen Feld gegen einen Baum geprallt und es gibt zwei verletzte Personen, außerdem trat Öl aus dem Pkw aus“. Mit einem dreifachen Löschangriff sicherten wir den Brandschutz. Außerdem begann der Angriffstrupp mit Hilfe des Melders die Menschenrettung vorzunehmen. Der Schlauchtrupp sicherte die Einsatzstelle mit Tri-Blitzen und Pylonen ab. Außerdem nahm der Wassertrupp den auslaufenden Kraftstoff mit Hilfe des Ölbindemittels und der Schuttmulde auf. Um 22:10 Uhr war auch dieser Einsatz beendet.

An der Wache angekommen, bereiteten wir uns auf die Nacht vor und spielten nebenbei mit der Wii-Konsole, die uns von Sigrid Thies überlassen wurde. Dies fand allerdings um 23:10 Uhr ihr Ende. Diesmal hieß es: „Meldeeinlauf von der automatischen Überwachungsanlage am Staubecken in der Dornenreeke“. Nach erkunden von Gruppenführerin Laura Sigston stellte sich ein Fehlalarm heraus. Um 23:25 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Feuerwehrhaus.

Die Nacht verlief ohne Einsätze, allerdings träumten einige von den Einsätzen am Tag. Beim Betreuer Stephan Struckmeyer ging der Wecker bereits in der Früh um 5 Uhr an. Dies war sehr nervig. Nach dem Aufstehen räumten wir den Aufenthaltsraum auf. Danach haben wir alle gemeinsam das Frühstück vorbereitet. Allerdings konnten wir das schöne und leckere Frühstück nur bis 08:41 Uhr genießen.

Unser letzter Einsatz des 24-Stundendienstes holte uns von dem köstlichen Frühstück weg. Karl-Heinz Demann meldete, dass eine Person unter einem Gerüst eingeklemmt sei. Daraufhin machte sich die Feuerwehr Afferde ein letztes Mal zum Einsatzort auf. Der Gruppenführer Marcel Homolka erkundete die Lage und teilte seine Mannschaft ein. Der Angriffstrupp (Laura Sigston und Antonina Sciortino) begannen mit der Erstversorgung. Der Wassertrupp (Jannik Kaiser und Sebastian Teubert) und der Schlauchtrupp (Christoph Richter und Sven Güttinger) befreiten die eingeklemmte Person von dem darauf liegenden Gerüst. Nachdem der Angriffstrupp mit der Erstversorgung fertig war, wurde die verletzte Person dem Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus gebracht. Um 9:30 Uhr war auch der letzte Einsatz beendet.

An der Wache überprüften wir unsere Gerätschaften und schlossen wir unser angebrochenes Frühstück ab. Zu guter letzt machten wir ein gemeinsames Foto von unserer Gruppe.

Vor allem möchten wir uns bei unseren Betreuern (Stephan Struckmeyer, Martin Thiele, Michelle Meyer und Anna-Lena Klemme), unserem Jugendwart Andreas Klemme und Maschinist Matthias Klemme für tolle 24-Stunden mit viel Spaß und guter Betreuung bedanken. Außerdem geht unser Dank an die Helferin und Helfer Rofina Hadamek, Christian Sigston, Sebastian Glienke, Kevin Gomula und Frank Thies.

Danke sagen wir auch Friedrich-Wilhelm Thies und Maik Endemann für die toll geplanten Einsätze.
Für die Verpflegung danken wir ganz herzlich der Familie Klemme, es hat uns allen sehr lecker geschmeckt.

 

Nachtrag:
Nach dem „anstrengenden 24-Stundendienst“ waren die Mädchen und Jungen übrigens noch keinesfalls müde und ausgepowert. Sie vertraten die Ortswehr Afferde anschließend noch beim „Schießen der örtlichen Vereine“, zu dem der Schützenverein Afferde eingeladen hatte. Dort gab es beim Schießen mit dem Laser-Gewehr einen beachtlichen 2. Platz durch Sebastian Teubert und einen 3. Platz durch Denisé Zachmann. Die gesamte Mannschaft mit den Betreuern belegte in allen Disziplinen einen 5. Platz.

 

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